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Holbox, Tag 2


Unser Tag im Paradies beginnt, wir freuen uns zu relaxen, zu spielen und zu dösen, doch noch bevor wir unseren ersten Cappuccino vor der Türe ausgetrunken haben, kommt Alberto mit Freundin auf dem Rad vorbei. Ein junger Mexikaner, den wir gestern im Hafen getroffen haben, als er vor lauter Expeditionsmobil-Gucken seine Fähre verpasst hat. Wir verstehen uns so gut, dass die beiden erstmal bei uns bleiben.

Kurze Zeit später kommt die Polizei vorbei und will Papa ins Präsidium abholen. Spontan springt Alberto ebenso auf den Pick-Up und fährt als Dolmetscher mit, um zu übersetzen, dass einige Anwohner der Insel erstaunt über die Anwesenheit unseres Mobils seien und sich Gedanken machten, wo wir denn zur Toilette gingen etc. Als alle Details von Alberto geklärt sind, bekommen wir vom Polizeichef das OK für unseren "Parkplatz".

Zurück am Platz bekommt Papa erstmal eine Entspannungsmassage von Albertos Freundin, die hier auf der Insel als Masseurin arbeitet. In der Zwischenzeit kommen schon wieder zwei Polizisten vorbei, die nochmal über die genaue Position des Expeditionsmobils verhandeln. Zum Glück ist Alberto noch da, um diese detaillierten Anweisungen zu verstehen. Langsam wird der Platz dann doch stressig...

Wir genießen den herrlichen Strand, Anian fährt mal wieder mit der Motocross und die Mädels buddeln im Sand. Alberto entdeckt an dem Pfosten des Pavillons eine Skorpion und erklärt sich bereit, uns von dem neuen Nachbarn zu befreien. Die Skorpione hier in Mexiko gehören zu den gefährlichsten der Welt und jedes Jahr sterben einige tausend Mexikaner an deren Stichen. Wir hoffen nun, dass ihm der Platz im Grünen besser gefällt und er nicht wieder zurück kommt.

Als uns Alberto am Nachmittag verlässt, starten wir einen neuen Versuch mit dem Faulenzen, doch da steht schon unser Polizist Victor (von gestern) in zivil mit seiner ganzen Familie auf der Matte. Victor ist der einzige Polizist der Insel, der ein wenig Englisch spricht und so erfahren wir während des Nachmittages einiges über Land und Leute. Wir werden traurig, als wir hören, dass die Polizisten hier im Monat umgerechnet nur 300 Euro verdienen und er letzten Monat sein Telefon weggeben musste, um mit den kranken Kindern zum Arzt gehen zu können. Seine gute Laune und den Humor hat er aber nicht verloren und so haben wir bis zum Abend viel Spaß mit Papas Kauderwelsch aus Spanisch, Englisch und Hand/Füssen/Geräuschen. Wir trennen uns erst wieder, als die Sonne den wohl schönsten Sonnenuntergang Mexikos zaubert, in Farben, die wir an keinem anderen Ort der Welt je so gesehen haben.


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